E-Rechnungs-System

Peppol in Liechtenstein — Access Point wählen und E-Rechnung empfangen

Was Peppol ist, wann es für Unternehmen in Liechtenstein relevant wird und worauf Sie bei der Wahl eines zertifizierten Access Points achten.

Peppol ist ein internationales Netzwerk für den Austausch strukturierter elektronischer Rechnungen. Zugang erhalten Unternehmen über einen zertifizierten Access Point (AP). Nach den uns bekannten Quellen gibt es in Liechtenstein für Rechnungen zwischen Unternehmen keine Pflicht zur Nutzung von Peppol; die Nutzung ist freiwillig. Relevant wird sie, wenn ein Geschäftspartner oder ein öffentlicher Auftraggeber strukturierte Rechnungen verlangt. Welchen Anbieter Sie wählen, hängt von Volumen, Formaten und Ihrer Buchhaltungssoftware ab.

  • Peppol ist freiwillig, sofern nicht ein Auftraggeber die Nutzung verlangt.
  • Der Zugang läuft über einen von OpenPeppol zertifizierten Access Point Ihrer Wahl.
  • Strukturierte Rechnungen folgen dem europäischen Standard EN 16931 (zum Beispiel Peppol BIS Billing 3.0).
  • Ein PDF ist keine strukturierte Peppol-Rechnung.

So funktioniert es

Sie klären zuerst, ob Sie Peppol brauchen: Verlangt ein Kunde oder eine öffentliche Stelle strukturierte Rechnungen, oder wollen Sie Eingangsrechnungen automatisch verarbeiten?

Sie vergleichen zertifizierte Access Points. Die Liste der zertifizierten Anbieter führt OpenPeppol. Achten Sie auf Preismodell, unterstützte Formate, Anbindung an Ihre Buchhaltung und Unterstützung für Unternehmen in Liechtenstein.

Sie registrieren Ihr Unternehmen beim gewählten Access Point und erhalten eine Peppol-Teilnehmerkennung. Welche Kennung und welches Schema für Ihr Unternehmen zu verwenden sind, sagt Ihnen der Anbieter.

Ausgehende und eingehende Rechnungen laufen dann über den Access Point. Die Erstellung der strukturierten Datei übernimmt Ihre Buchhaltungs- oder Rechnungssoftware oder der Anbieter.

Bewahren Sie Rechnungen nach den Vorgaben der Steuerverwaltung auf. Art. 57 MWSTG verlangt die Aufbewahrung bis zur absoluten Verjährung, also zehn Jahre nach Ablauf der Steuerperiode.

Rechtsgrundlagen

  • OpenPeppol, Peppol BIS Billing 3.0 und Liste zertifizierter Access Points.
  • Europäische Norm EN 16931 (semantisches Datenmodell der elektronischen Rechnung).
  • MWSTG, LGBl. 2009 Nr. 330, Art. 57 (Aufbewahrung).

Häufig gestellte Fragen

Ist Peppol in Liechtenstein Pflicht?

Für Rechnungen zwischen Unternehmen nach unserem Kenntnisstand nicht. Für Aufträge der öffentlichen Hand können eigene Vorgaben der Vergabestelle gelten; fragen Sie beim Auftraggeber nach.

Brauche ich einen Access Point in Liechtenstein?

Sie brauchen einen zertifizierten Access Point, der Ihr Unternehmen registriert. Wo der Anbieter seinen Sitz hat, ist eine Frage des Angebots. Fragen Sie den Anbieter, ob er Unternehmen aus Liechtenstein registriert.

Was kostet die Nutzung von Peppol?

Das bestimmt der Access Point. Übliche Modelle sind Grundgebühr, Preis pro Rechnung oder Pakete. Vergleichen Sie Angebote anhand Ihres erwarteten Rechnungsvolumens.

Betrifft mich die EU-Pflicht zur E-Rechnung?

Die EU plant eine Pflicht für grenzüberschreitende B2B-Rechnungen innerhalb der EU ab dem 1. Juli 2030. Liechtenstein ist nicht EU-Mitglied, deshalb gilt sie nicht direkt für Sie. Ihre EU-Kunden können aber strukturierte Rechnungen wünschen.

Kann 4invoices Rechnungen über Peppol senden?

Nein. 4invoices hat keinen Peppol-Anschluss und erzeugt keine strukturierten E-Rechnungen. Sie erstellen Rechnungen mit Steuersatz je Position, in beliebiger Währung mit Wechselkurs, und laden sie als PDF herunter.

Siehe auch

Möchten Sie die E-Rechnung automatisieren?

Erstellen Sie Rechnungen mit dem Steuersatz je Zeile, in jeder Währung mit Wechselkurs, und laden Sie sie als PDF herunter — 6 Monate kostenlos, ohne Karte. 4invoices ist nicht mit der Steuerbehörde verbunden.

Gratis starten →