Mehrwertsteuer in der Schweiz: 8,1 %, 2,6 % und 3,8 %
Welche MWST-Saetze seit 2024 gelten, wann der reduzierte Satz und der Sondersatz anwendbar sind und wie die Abrechnung bei der ESTV funktioniert.
In der Schweiz gelten seit dem 1. Januar 2024 drei Mehrwertsteuersaetze: der Normalsatz von 8,1 %, der reduzierte Satz von 2,6 % und der Sondersatz fuer Beherbergung von 3,8 %. Der Normalsatz von 8,1 % gilt fuer die meisten Lieferungen und Dienstleistungen. Der reduzierte Satz von 2,6 % gilt fuer Gueter des taeglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Buecher und Medikamente. Der Sondersatz von 3,8 % betrifft die Beherbergung, also Uebernachtungen mit Fruehstueck. Wer steuerpflichtig ist, erhaelt eine MWST-Nummer auf Basis der UID und rechnet periodisch mit der ESTV ab. Den richtigen Satz pro Position zu setzen ist keine Formalitaet: ein falscher Satz fuehrt zu Korrekturen und Nachzahlungen.
- Normalsatz 8,1 %: gilt fuer die meisten Lieferungen und Dienstleistungen.
- Reduzierter Satz 2,6 %: Lebensmittel, Buecher, Medikamente und weitere Gueter des taeglichen Bedarfs.
- Sondersatz 3,8 %: Beherbergung (Uebernachtung mit Fruehstueck).
- Steuerpflichtige erhalten eine MWST-Nummer (UID) und rechnen mit der ESTV ab.
Wie es funktioniert
Sie pruefen die Steuerpflicht. Wer mit weltweitem Umsatz die Umsatzgrenze von 100 000 CHF erreicht, wird mehrwertsteuerpflichtig und muss sich bei der ESTV anmelden. Darunter ist die Anmeldung freiwillig moeglich.
Sie ordnen jeder Position den richtigen Satz zu: 8,1 % als Normalsatz, 2,6 % fuer reduzierte Gueter und 3,8 % fuer Beherbergung. Der Normalsatz gilt, solange keine Ausnahme greift.
Sie weisen die MWST auf der Rechnung korrekt aus: MWST-Nummer (UID im Format CHE-xxx.xxx.xxx MWST), Satz pro Position und den gesamten Steuerbetrag. So kann der Empfaenger den Vorsteuerabzug geltend machen.
Sie waehlen die Abrechnungsmethode: effektive Methode mit Vorsteuerabzug oder Saldosteuersatz-Methode mit einem pauschalen Branchensatz. Der Saldosteuersatz vereinfacht die Abrechnung fuer kleinere Betriebe.
Sie rechnen periodisch mit der ESTV ab (in der Regel quartalsweise). Eine Software ordnet jeder Position den Satz zu und liefert die Zahlen fuer die MWST-Abrechnung passend zu den Rechnungen.
Rechtsgrundlagen
- Mehrwertsteuergesetz (MWSTG) und Mehrwertsteuerverordnung (MWSTV).
- Eidgenoessische Steuerverwaltung (ESTV) — MWST-Saetze und Abrechnung.
- Saetze seit 01.01.2024: Normalsatz 8,1 %, reduziert 2,6 %, Sondersatz Beherbergung 3,8 %.
Haeufige Fragen
Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in der Schweiz?
Seit dem 1. Januar 2024 betraegt der Normalsatz 8,1 %, der reduzierte Satz 2,6 % und der Sondersatz fuer Beherbergung 3,8 %. Der Normalsatz von 8,1 % gilt fuer die meisten Lieferungen und Dienstleistungen.
Ab welchem Umsatz bin ich MWST-pflichtig?
Die obligatorische Steuerpflicht beginnt, wenn der weltweite Umsatz 100 000 CHF erreicht. Darunter ist die freiwillige Anmeldung moeglich, etwa um den Vorsteuerabzug nutzen zu koennen. Massgebend ist das MWSTG.
Was ist der Saldosteuersatz?
Mit der Saldosteuersatz-Methode rechnen kleinere Betriebe vereinfacht ab: Sie wenden auf den Umsatz einen pauschalen Branchensatz an und muessen die Vorsteuer nicht einzeln erfassen. Auf der Rechnung weisen Sie dennoch den normalen MWST-Satz aus.
Wie muss die MWST-Nummer auf der Rechnung aussehen?
Die MWST-Nummer basiert auf der UID und hat das Format CHE-xxx.xxx.xxx mit dem Zusatz MWST. Sie gehoert zusammen mit dem Steuersatz pro Position und dem gesamten Steuerbetrag auf jede Rechnung eines steuerpflichtigen Unternehmens.