E-Rechnung an Bund und Verwaltung
Wie die E-Rechnung an die Bundesverwaltung funktioniert, welche Rolle der Standard eCH-0058 und Peppol spielen und was eine strukturierte Rechnung ausmacht.
Wer dem Bund Leistungen ab einem bestimmten Wert in Rechnung stellt, muss die Rechnung elektronisch einreichen. Die E-Rechnung an die Bundesverwaltung ist kein PDF per E-Mail, sondern eine strukturierte Rechnung, die maschinell verarbeitet werden kann. In der Schweiz stuetzt sich der elektronische Datenaustausch der Verwaltung auf die eCH-Standards, insbesondere eCH-0058 fuer den Meldungsrahmen. Fuer den grenzueberschreitenden und zunehmend auch den inlaendischen Austausch gewinnt das Peppol-Netzwerk an Bedeutung. Eine strukturierte Rechnung trennt die Daten (Betraege, Positionen, Steuer) sauber von der Darstellung und ermoeglicht eine durchgaengige, fehlerarme Verarbeitung. Diese Grundlagen zu kennen, hilft beim Geschaeft mit der oeffentlichen Hand.
- Wer dem Bund ab einem Schwellenwert Rechnung stellt, reicht elektronisch ein.
- Die E-Rechnung ist eine strukturierte Rechnung, kein PDF per E-Mail.
- Der Standard eCH-0058 bildet den Meldungsrahmen fuer den Datenaustausch.
- Peppol gewinnt fuer den Austausch von E-Rechnungen an Bedeutung.
Wie es funktioniert
Sie pruefen, ob Sie an den Bund oder eine Verwaltungseinheit liefern. Lieferanten des Bundes muessen ab einem bestimmten Auftragswert die Rechnung elektronisch einreichen; die Vorgaben legt die jeweilige Stelle fest.
Sie erstellen eine strukturierte Rechnung statt eines PDFs. Die Software erzeugt einen maschinenlesbaren Datensatz mit Empfaenger, Positionen, MWST und Referenzen, der den Vorgaben der Verwaltung entspricht.
Sie nutzen den passenden Uebermittlungsweg: das E-Rechnungsportal beziehungsweise den Dienstleister der Bundesverwaltung oder zunehmend das Peppol-Netzwerk. Der eCH-0058-Rahmen sorgt fuer einheitliche Meldungen.
Die Verwaltung verarbeitet die strukturierte Rechnung automatisch, prueft sie und gleicht sie mit der Bestellung ab. Korrekte Pflichtfelder und Referenzen vermeiden Rueckweisungen.
Eine Software mit Unterstuetzung fuer strukturierte Rechnungen und Peppol bereitet die E-Rechnung im richtigen Format auf und uebermittelt sie, ohne manuelles Aufbereiten oder Doppelerfassung.
Rechtsgrundlagen
- eCH-0058 — Schnittstellenstandard Meldungsrahmen (Verein eCH).
- Vorgaben der Bundesverwaltung zur E-Rechnung an den Bund.
- Peppol (Pan-European Public Procurement OnLine) — Netzwerk fuer E-Rechnungen.
Haeufige Fragen
Wer muss dem Bund eine E-Rechnung stellen?
Lieferanten der Bundesverwaltung muessen ab einem bestimmten Auftragswert ihre Rechnungen elektronisch einreichen. Eine strukturierte E-Rechnung ersetzt das PDF per E-Mail; die genauen Vorgaben legt die beauftragende Verwaltungsstelle fest.
Was ist der Standard eCH-0058?
eCH-0058 ist ein Schweizer Schnittstellenstandard, der den Meldungsrahmen fuer den elektronischen Datenaustausch in der Verwaltung definiert. Er sorgt dafuer, dass Meldungen wie E-Rechnungen einheitlich aufgebaut und maschinell verarbeitbar sind.
Welche Rolle spielt Peppol in der Schweiz?
Peppol ist ein internationales Netzwerk fuer den Austausch von E-Rechnungen und Beschaffungsdokumenten. Es gewinnt in der Schweiz an Bedeutung, weil es einen standardisierten, grenzueberschreitenden Versand strukturierter Rechnungen ermoeglicht.
Was unterscheidet eine strukturierte Rechnung von einem PDF?
Eine strukturierte Rechnung trennt die Daten (Betraege, Positionen, Steuer, Referenzen) von der Darstellung und ist maschinell verarbeitbar. Ein PDF ist nur ein Abbild. Die Verwaltung verlangt die strukturierte Form, um Rechnungen automatisch pruefen und verbuchen zu koennen.